Ausflug des Schongauer Bergsteigerchors nach Nördlingen
[13.10.2026 - HH]
Der diesjährige Ausflug des Chors führte ins mittelalterlich geprägte Nördlingen.
Nach der Ankunft in der Stadt konnte die Hauptkirche St. Georg unter der Leitung von Mitgliedern der Chorgemeinschaft Nördlingen besichtigt werden. Anschließend gab der Bergsteigerchor in der Kirche noch einige Lieder zum Besten. Auch nach dem Mittagessen im Cafe Altreuther gegenüber wurde spontan und zur Freude des Personals und der Gäste ein kleines Konzert inszeniert. Besonders das Lied „Belle Rose“ fand großen Anklang. Frisch gestärkt nahmen einige noch die Mühe auf sich und bestiegen den 90 Meter hohen Daniel, das Wahrzeichen des Donau-Ries-Kraters. Nach 360 Stufen und bei herrlichem Wetter konnte die wunderbare Rundsicht genossen werden.
Am nächsten Morgen gab es die Möglichkeit, das Ries-Krater Museum in Form einer Führung zu besichtigen. Alternativ war eine Stadtbesichtigung Teil des Programms, bei der auch ein Spaziergang über ein kurzes Stück der nahezu vollständig erhaltenen Stadtmauer enthalten war. Besonders beeindruckend waren die Erläuterungen über die abwechslungsreiche Geschichte von Nördlingen z. B. Vertreibung der Katholiken, Hexenverbrennungen und vieles mehr. Im Krater-Museum ist u.a. der Einschlag des Meteoriten vor 15 Millionen Jahren dokumentiert. Außerdem kann ein Originalstück Mondgestein – eine Leihgabe der NASA - bewundert werden.
Unter dem Motto „Bergluft“ fand am Abend ein Konzert in der St. Josef-Kirche mit der Chorgemeinschaft Nördlingen statt. Mit großem Bedauern musste das angekündigte Mitwirken des „Lechroaner Zithertrios“ aus gesundheitlichen Gründen abgesagt werden. Unter der Leitung von Elke Moll für die Chorgemeinschaft Nördlingen und Marianne Hofmann für den Schongauer Bergsteigerchor gaben die Sängerinnen und Sänger ihr Bestes. Dass, die in verschiedenen Sprachen vorgetragenen Lieder beider Chöre große Zustimmung fanden, zeigte sich am herzlichen Applaus der zahlreich erschienen Zuhörer.
Bei einem gemütlichen Beisammensein nach dem Konzert konnte man sich noch ein wenig besser kennenlernen und nette Gespräche führen. Sogar erste Planungen für einen Gegenbesuch der Chorgemeinschaft Nördlingen in Schongau im nächsten Jahr wurden aufgenommen.
Den sonntäglichen Gottesdienst in der St. Salvatorkirche gestaltete der Schongauer Bergsteigerchor mit der „Fischbachauer Messe“. Das Gebet der Bergsteiger „Dio de cielo“ und „La Montanara“ am Ende vom Chor vorgetragen, erfreute die Gottesdienstbesucher sichtlich. Zum anschließenden Empfang im Rathaus holte Oberbürgermeister David Wittner höchstpersönlich den Chor mit dem Fahrrad an der Kirche ab. Im historischen Gewölbesaal erklangen sehr zur Freude des Oberbürgermeisters noch einige Berglieder.
Auf dem Heimweg machten wir noch eine Zwischenstation auf der, im Besitz der Grafenfamilie Oettingen-Wallerstein befindlichen, Harburg. In der Burgschänke wurde noch ein gemeinsames Mittagessen eingenommen, ehe der Chor in Richtung Heimat weiterfuhr. Sehr zufrieden mit dem vom Vorstand, Thomas Orbach, hervorragend organisierten Ausflug konnten sämtliche Teilnehmer eindrucksvolle Erinnerungen mit nach Hause nehmen.
Herbert Hecktor
[12.10.2026 to]
Gottesdienst zu Ehren der Verstorbenen des Schongauer Bergsteigerchores
Auch dieses Jahr gedachte der Schongauer Bergsteigerchor wieder der verstorbenen Mitglieder. Dazu fand in der wunderschönen Kirche St. Anna in Birkland am Sonntag, den 06. September ein Gottesdienst statt. Gesungen wurde die Fischbachauer Messe, begleitet wurde der Chor vom Lechroaner Zithertrio.
Singen – Berge – Wandern - Heimat
Diese vier Komponenten verbinden die Muse und Leidenschaft im Schongauer Bergsteigerchor. Das Klettern im Hochgebirge wurde altersbedingt durch Bergwandern ersetzt. Aber die Liebe zur Musik und zum Singen ist immer noch sehr ausgeprägt. Jede Woche am Donnerstag treffen sich 20 - 25 stattliche und sangesfreudige Sänger aus Schongau und Umgebung zu ihrer Chorprobe in der Musikschule. Das Repertoire besteht vorwiegend aus Bergliedern des gesamten Alpenraums. Alle Lieder werden in der jeweiligen Landessprache (in Slowenisch, Italienisch, Französisch und Ladinisch) vorgetragen.
Der Chor ist im Voralpenland beheimatet, inmitten von Klöstern und Kirchen, in einer stark vom katholischen Glauben geprägten Landschaft, die „der Pfaffenwinkel“ genannt wird. Das erklärt auch, weshalb der Chor zahlreiche Gottesdienste und Bergmessen gestaltet.
Der Bergsteigerchor ist ein Kulturträger der Stadt Schongau. Fast alle Sänger sind oder waren aktive Bergsteiger. Mit ihren Liedern bringen sie die Verbundenheit und Sehnsucht zu ihren Bergen gefühlvoll zum Ausdruck. Voller Leidenschaft und tief verwurzelt mit der Natur.




